Der Havaneser

Unsere Rasse - Der Havaneser

Allgemeines:
Der Havaneser ist im FCI (Federation Cynologique Internationale) Standard Nr. 250, in der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen) eingruppiert, er wurde am 24.09.1963 endgültig als Rasse von der FCI  anerkannt.

Geschichte:
Die Vorfahren der heutigen Havaneser stammen aus der westlichen Mittelmeergegend und haben sich entlang der spanischen und italienischen Meeresküste entwickelt. Dort wurden sie als Begleithunde der besseren Gesellschaft gehalten. Durch Seefahrer gelangten ca. im 17./18. Jahrhundert einige Hunde nach Kuba. Dort entwickelte sich aus ihnen ein reinweißer, aufgeweckter Kleinhund mit seidigem langen Fell, der „Blanquito de la Habana“. Im 19. Jahrhundert kamen  mit europäischen Einwanderern der Pudel nach Kuba. Kubanische Züchter begannen beide Rassen miteinander zu kreuzen. Aus diesen Verbindungen stammen scheinbar die ersten Havaneser, dessen Name sich aus der Hauptstadt Havanna ableitet. Lange Zeit waren Havaneser bei aristokratischen Kolonialfamilien und bei reichen Kubanern sehr beliebt. Die kubanische Revolution 1959 führte bekanntlich zum sozialistischen Gesellschaftssystem, in dem anfänglich regelrecht Jagd auf die herrschende Gesellschaft gemacht wurde. Im Resultat wurde auch der Havaneser fast ausgerottet. Einigen Kubanern gelang zusammen mit ihren Havanesern die Flucht nach Amerika. Dank einer engagierten Amerikanerin, die 1974 6 Havaneser von eingewanderten Exilkubanern erwarb und ihre Zucht begann, konnte diese wunderbare Rasse wiederbelebt werden. Später kamen noch andere Blutlinien in ihre Zucht. 1981 sind die ersten Havaneser in Deutschland angekommen. Seitdem finden sie immer mehr Liebhaber.

Aussehen:
Der Havaneser hat eine Widerristhöhe von 21 bis 29 cm. Das Gewicht variiert von 3 bis 4 kg bis hin zu 9 kg. Das Deckhaar ist 12 bis 18 cm lang, weich, glatt oder gewellt und kann lockige Strähnen bilden. Es besitzt kaum Unterwolle. Der Havaneser, wie alle Bichon's, unterliegt keinem Fellwechsel, wodurch er sich vor allem auch für allergiegeplagte Menschen eignet. Die Farbe ist selten vollständig reinweiß. Am verbreitesten sind Falbfarben in verschiedenen Tönungen von hellfalbfarben bis havanafarben (tabakfarben, rot-braun). In diesen Farben gefleckt, leicht schwarz gewolkt, oder schwarz sind ebenso möglich. Die leicht spitz auslaufenden Hängeohren sind relativ hoch angesetzt, nicht anliegend und dicht mit langen Haaren besetzt. Die Rute wird hoch getragen, idealerweise über den Rücken gerollt.

Wesen:
Der Havaneser lässt sich gut in der Wohnung halten, braucht aber dennoch genug Auslauf, ob im Garten oder beim täglichen Spaziergang. Ihm ist der Kontakt zu seiner Familie sehr wichtig, deshalb sind längere Phasen des Alleinseins für einen Havaneser nicht förderlich. Er ist lebhaft, fröhlich, anhänglich, verschmust und liebt es, zu spielen. Bei uns gehören Spielen und Toben zum Tagesablauf. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden und ist sehr kinderlieb.

Pflege:
Durch sein üppiges, seidiges Haarkleid ist allerdings auch eine entsprechende Fellpflege angebracht. Regelmäßiges Kämmen und Bürsten ist daher ein Muss, um eine Verfilzung vorzubeugen. Hier sollte man unbedingt die notwendige Zeit in seinem Alltag einplanen. Besonders in den ersten 2 Jahren ist eine tägliche Fellpflege notwendig. Ab dem 3. Lebensjahr reduziert sich in der Regel das Kämmen auf 2 bis 3 Mal in der Woche, da sich die Fellbeschaffenheit ändert, sobald das Haarkleid vollständig entwickelt ist.

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